Grösse und Kosten

Wie soll das organisiert sein?

Die Genossenschaft bewährt sich. Sie ermöglicht die Teilhabe der Menschen, die dort wohnen wollen, sie kann aber auch gut Institutionen einbinden oder Sympathisierende. Und sie ist hinsichtlich Organisation und Finanzierung geeignet, aber etwa auch bezüglich Leistungsvereinbarungen.

Manche Modelle haben unterhalb der Genossenschaften oder darüber noch Vereine: für bestimmte übergeordnete oder untergeordnete Aufgaben wie Vermietungsreglemente.

Wichtig ist, einerseits am Anfang möglichst einfache Regeln festzusetzen, und andererseits rasch zu handeln und sich nicht in Optionen und Diskussionen zu verlieren. Das ist auch aus der Sicht von Institutionen wichtig, die Planungssicherheit brauchen.

Was ist eine geeignete Grösse?

Viele Projekte kämpfen mit der unteren Grenze: Das Heizenholz in Zürich-Höngg hat 26 Wohnungen und beherbergt gut 90 Leute ( (https://www.kraftwerk1.ch/heizenholz/siedlung.html) – ein Minimum, damit etwas über längere Zeit weitgehend von selbst funktioniert.

Versuche mit flexiblen Wohnungsmodulen haben sich unter anderem aus baurechtlichen Gründen nicht bewährt, ein modularer Versuch läuft im Projekt „Zusammen-h-alt“ in Winterthur (http://zusammenhalt.ch).

Die bewährte Regel ist, dass unterschiedliche Wohnungen gebaut werden und die Leute zügeln: von der Familienwohnung in die Alterswohnung zum Beispiel.

Populär und bewährt sind Cluster-Wohnungen und WGs: Cluster-Wohnungen sind komplette Einzelwohnungen verschiedener Grösse, die alle zu einem gemeinsamen Wohnbereich führen, in dessen Zentrum in der Regel eine Wohnküche steht – es gibt Cluster mit 40 Menschen. WGs sind stärker integriert, indem der Privatbereich z.B. nur Zimmer oder nur Zimmer mit Nasszellen enthält.

Was sind realistische Landpreise?

Baurechte sind ein geeigneter Rahmen, denn sie reduzieren die Anfangsmieten, optimal ist es, wenn Zinsen bei mittleren Bezug zu laufen beginnen. Interessant ist etwa das Basler Baurechts-Modell (http://www.ub.unibas.ch/digi/a125/sachdok/2011/BAU_1_5553853.pdf).

Bei den Mieten ist ein Standardpreis 650 Franken pro verdienende Person, beim Raum wird mit rund 35m2 pro Kopf gerechnet.

Bewährt sind Modelle, bei denen die Bewohnenden 10 Prozent Eigenkapital bereitstellen und weitere 10 Prozent Eigenkapital vom Kollektiv kommen, etwa der Baugenossenschaft.

Weniger bewährt sind institutionelle Anleger, weil sie in der Regel Renditen wollen, was einen Zielkonflikt darstellt. Gelöst ist dieser nur bei institutionellen Anlegern, die nicht nur über die Rendite nachdenken, sondern auch über ihre grundsätzliche Funktion, aber das sind Ausnahmen (z.B. PK Abendrot: https://www.abendrot.ch/).

Budgets sind dienlich, da es letztlich ohnehin meist zu teuer wird: Die ersten 10 Jahre sind finanziell die schwierigsten, das Kraftwerk1 läuft seit 2001 (www.kraftwerk1.ch).

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