Generationenliegenschaft – Quartierleistungszentrum

Ob allein im Einfamilienhäuschen oder im Altersheim: Die populären Wohn- und Lebensformen des späteren 20. Jahrhunderts haben keine Zukunft – aus ökonomischen, ökologischen und sozialen Gründen.

Die Gedanken darüber, wie wir sorgsamer miteinander und mit unseren Ressourcen umgehen, haben auch das Leben und Wohnen erreicht. Ein praktischer Ansatz, der sich seit etwa einer Generation bewährt und immer weiter verbreitet, sind Mehrgenerationenliegenschaften. Ein entsprechendes Projekt, das aus praktischen Gründen auf baugenossenschaftliche Mietverhältnisse zielt, ist auch auf dem Bödeli im Gespräch.

In der Generationenliegenschaft leben in privaten und gemeinschaftlichen Räumen Familien mit Kindern, es stehen Wohneinheiten für Alleinerziehende, für Paare oder Alleinstehende jeden Alters zur Verfügung, und gegebenenfalls hat es Raum für Platzierungen.

Um die Bedürfnisse und Angebote in der Generationenliegenschaft zu beurteilen und um allfälligen institutionellen Erfordernissen zu genügen, arbeitet die mit entsprechenden Fachleuten zusammen.

Im Fokus steht zurzeit das Areal auf dem Graben in Unterseen, zumal hier eine Verbindung mit der Alterssiedlung, etwa Wohnungen mit Dienstleistungen, sowie mit der Kirchgemeinde und der Einwohnergemeinde möglich wäre – und planerisch eine entsprechende Nutzung vorgesehen ist.

In der Generationenliegenschaft herrscht natürliche Fluktuation: Mit den Kindern ziehen die Eltern aus den Familienwohnungen aus – und wechseln vielleicht in die Alterswohnungen.

Die Generationenliegenschaft gehört einer juristischen Person, die den Zweck der Liegenschaft verfolgt, von den Bewohnerinnen und Bewohnern verwaltet wird und den Abgleich mit den Interessen der Behörden und interessierter Institutionen sucht.

Die Generationenliegenschaft ist nicht gewinnorientiert, und als Quartierleistungszentrum will es nicht nur sozial nachhaltig sein, sondern auch in anderen Lebensbereichen hohen Standards genügen.

Dies beinhaltet das Bemühen, sozialpolitische Wege zu suchen, die über die aktuelle Ghettoisierung und Monetarisierung hinausweisen.